FAQ

Wie lange und in welchem Intervall ist eine medizinische Nachkontrolle sinnvoll?

Das hängt ab von der Grunderkrankung und Behandlung. Auch bei einem guten Gesundheitszustand ist eine ärztliche Kontrolle alle 3 bis 5 Jahre empfehlenswert.

Was passiert, wenn man vom Kinderspital kein Aufgebot mehr bekommt?

Eltern von Kindern oder Jugendlichen können das Kinderspital kontaktieren und fragen, ob eine Nachkontrolle sinnvoll wäre. Erwachsene können Nachkontrollen mit ihrem Hausarzt planen. Im Zweifelsfall können auch sie gerne im früheren Behandlungszentrum nachfragen, ob und wo eine Nachkontrolle durchgeführt werden sollte.

Kann sich die Behandlung (Chemotherapie, Radiotherapie) einer Krebserkrankung negativ auf meine Kinder auswirken?

Nein. Kinder von ehemaligen Krebspatienten haben kein erhöhtes Risiko selber an Krebs, anderen schweren Krankheiten oder Missbildungen zu leiden.

Ist diese Krankheit vererbbar?

Normalerweise ist diese Krankheit nicht vererbbar. Es gibt nur ganz seltene Tumore, welche vererbbar sind, z. B. das Retinoblastom (Augentumor).

Wohin kann ich mich zur psychischen Unterstützung bei der Verarbeitung meiner Krankengeschichte wenden?

Die Erfahrungen während der Erkrankung können tatsächlich psychologische Folgen hinterlassen. Wer alleine oder mit Hilfe von Familie, Freunden und anderen Betroffenen nicht zurechtkommt, soll sich unbedingt psychologische oder psychiatrische Hilfe suchen. Das heisst nicht, dass man psychisch krank ist, sondern nur, dass man für eine gewisse Zeit Hilfe braucht. In der Regel bleibt diese Betreuung kurz (einige Monate) und ist umso wirksamer, je früher sie einsetzt.

Welche Quellen existieren, um sich darüber zu informieren, welche Probleme andere ehemals Krebskranke heute haben? Wie kann man andere Betroffene kontaktieren oder treffen?

Auf der Internetseite der Kinderkrebshilfe Schweiz www.kinderkrebshilfe.ch gibt es zum Beispiel Hinweise zu Aktivitäten von Betroffenengruppen .

Eine grosse Betroffenengruppe von ehemaligen Kinderkrebspatienten, d.h. von jungen Leuten, die in ihrer Kindheit oder Jugend an Krebs erkrankt sind, sind die Swiss Survivors. Informationen dazu finden Sie unter: www.survivors.ch

Ausserdem gibt es verschiedene Webseiten, die man besuchen kann, ohne einer Gruppe beitreten zu müssen. Zum Beispiel:

www.survivors.ch

www.kinderkrebsinfo.de

www.krebs-kompass.org

www.krebsliga.ch

www.beyondthecure.org (Englisch)

www.teenagecancertrust.org (Englisch)

www.kinderkrebs-schweiz.ch/

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